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MAN
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Die MAN SE (ehemals Maschinenfabrik Augsburg-NĂźrnberg) war ein bĂśrsennotierter Fahrzeug- und Maschinenbaukonzern mit Sitz in MĂźnchen. Die MAN SE wurde am 1. September 2021 auf die Traton SE verschmolzen und aus dem Handelsregister gelĂśscht.cite-ref-3[3] Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus SE bleibt weiterhin als Tochtergesellschaft von Traton bestehen.
Contents
⢠Grßndung
⢠Streit um Scania
⢠Aktie
⢠MAN Ackerdiesel
⢠MAN Technologie
⢠MAN Logistics
⢠MAN Aufzugbau
⢠Logo
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Unternehmensentwicklung
GrĂźndung
Die Wurzeln des MAN-Konzerns liegen einerseits im Ruhrgebiet und andererseits in SĂźddeutschland. Als ältestes Vorläufer-Unternehmen gilt die 1758 von Franz von der Wenge gegrĂźndete EisenhĂźtte St. Antony in Oberhausen, die zugleich den Ursprung der Montanindustrie im Ruhrgebiet markiert.cite-ref-0-4-0[4] Im Jahr 1808 wurde sie mit zwei benachbarten EisenhĂźtten zur HĂźttengewerkschaft Jacobi, Haniel & Huyssen zusammengeschlossen, aus der 1873 wiederum die âGutehoffnungshĂźtte, Aktienverein fĂźr Bergbau und HĂźttenbetrieb in Sterkradeâ (GHH) hervorging.cite-ref-0-4-1[4]
Unabhängig davon grĂźndete Ludwig Sander (1790â1877) zusammen mit Jean Gaspard Dollfus (1812â1889) 1840 in Augsburg das erste Vorläuferunternehmen von MAN in SĂźddeutschland, die Sanderâsche Maschinenfabrik. Aus ihr wurde die C. Reichenbachâsche Maschinenfabrik, benannt nach dem Druckmaschinenpionier Carl August Reichenbach, und später die Maschinenfabrik Augsburg. 1898 fusionierte sie mit der 1841 in NĂźrnberg gegrĂźndeten Maschinenbau-Actiengesellschaft NĂźrnbergcite-ref-5[5] zur Maschinenfabrik Augsburg-NĂźrnberg AG und 1908 schlieĂlich zur M. A. N.cite-ref-0-4-2[4]
Während der Schwerpunkt im Ruhrgebiet vor allem auf dem Erzabbau und der Eisenproduktion lag, wurde in Augsburg und NĂźrnberg der Maschinenbau und im MAN-Werk Gustavsburg ab 1859 der BrĂźcken- und Stahlbau zum dominierenden Geschäftszweig. Heinrich von Buz machte als Direktor der Maschinenfabrik Augsburg bis 1913 aus einem Ăźberschaubaren Betrieb mit 400 Beschäftigten ein GroĂunternehmen mit 12.000 Arbeitern. In Gustavsburg konstruierte Max Carstanjen die Wuppertaler Schwebebahn, an deren Bau die Gustavsburger auch maĂgeblich beteiligt waren. Auch die zwischen 1893 und 1897 erbaute MĂźngstener EisenbahnbrĂźcke war eine Leistung der Konstrukteure sowie BrĂźcken- und Stahlbauer aus Gustavsburg. Letztere war nicht nur die hĂśchste deutsche EisenbahnbrĂźcke, sondern auch die erste im freien Vorbau errichtete.cite-ref-0-4-3[4] Die erste StahlbrĂźcke, wie die 1857 erbaute GroĂhesseloher BrĂźcke in MĂźnchen, war eine der letzten BrĂźcken, fĂźr die die NĂźrnberger noch unter der Leitung Heinrich Gerbers zeichneten. Mit der Rotationsdruckmaschine war der massenhafte Buch- und Zeitungsdruck mĂśglich, denn nun konnte man Endlospapier auf Rollen verwenden und brauchte nicht mehr mĂźhsam einzelne Blätter einzulegen. Vier Jahre lang tĂźftelte Rudolf Diesel ab 1893 mit späteren MAN-Ingenieuren im Augsburger Labor, bis sein erster Dieselmotor lief.cite-ref-0-4-4[4]
1915 gelang es Anton von Rieppel nach längeren Verhandlungen mit dem Schweizer Unternehmer Adolph Saurer, ein Joint-Venture zu grĂźnden. Das Gemeinschaftsunternehmen aus Automobilwerke Adolph Saurer und der Maschinenfabrik Augsburg-NĂźrnberg AG wurde am 21. Juni 1915 als âLastwagenwerke M.A.N.-Saurerâ in das NĂźrnberger Handelsregister eingetragen. Die M.A.N.-Saurer GmbH fertigte zuerst Lastwagen in Lindau am Bodensee und ab November 1915 begann die Verlagerung der Produktion nach NĂźrnberg, die 1916 abgeschlossen wurde.cite-ref-6[6]
1921 bĂźndelten MAN und der Haniel-Konzern ihre Ălinteressen zu gleichen Anteilen in der Oelhag. Ein Teil der Anteile ging in den 1920er Jahren an die Atlantic Refining, die restlichen Anteile während der Weltwirtschaftskrise vollständig an die Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft und Rhenania-Ossag.
Ebenfalls 1921 Ăźbernahm die GutehoffnungshĂźtte unter Paul Reusch die Mehrheit an der damals finanziell stark angeschlagenen MAN; bis 1986 hieĂ der Konzern nun GHH. Durch gezielte Beteiligungen und Käufe von weiterverarbeitenden Betrieben â zum Beispiel Deutsche Werft (1918), Ferrostaal (1921), Zahnräderfabrik Augsburg, vorm. Joh. Renk (Act. Ges.) (1923) sowie der Deggendorfer Werft und Eisenbau (1924) â stieg das Unternehmen zu einem landesweit agierenden Konzern auf.
Krise und Zweiter Weltkrieg
Gleichzeitig verschlechterte sich jedoch die Ükonomische Situation der GHH stark. Grund dafßr war die Weltwirtschaftskrise. In nur zwei Jahren sank die Zahl der Beschäftigten bei MAN von 14.000 im Jahr 1929/30 auf 7.400 im Jahr 1931/32. Nach der Machtßbernahme der Nationalsozialisten nahm das Militärgeschäft mit der Aufrßstung erheblich zu. GHH/MAN-Unternehmen lieferten U-Boot-Dieselmotoren, Panzer und Zylinder fßr Geschosse sowie Geschßtze aller Art.cite-ref-0-4-5[4]
Im Zweiten Weltkrieg war das MAN-Werk Augsburg als Produktionsstätte von U-Boot-Dieselmotoren das Ziel von Luftangriffen. Wiederholt traf es auch das Werk Nßrnberg, vor allem wegen der dort gebauten Panther-Kampfpanzer. Gleichzeitig setzte sich Otto Meyer dafßr ein, die Produktion von zivilen Nutzfahrzeugen so lange wie mÜglich aufrechtzuerhalten. In den Jahren 1941/42 wurden 1085, 1942/43 1719 Stßck und im Juni 1944 sogar noch 63 zivile Lkw gebaut, bevor im Oktober 1944 die Nßrnberger Hallen und Maschinen fßr den Lastwagenbau durch Luftangriffe fast vollständig zerstÜrt waren.
Nachkriegsentwicklung
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fand eine Entflechtung des GHH-Konzerns durch die Alliierten statt.cite-ref-0-4-6[4] Eine vertikale Verflechtung, bei der sich Bergbau, Eisen- und Stahlproduktion sowie Weiterverarbeitung unter einem Konzerndach befinden, war nicht mehr erlaubt. Die GutehoffnungshĂźtte mitsamt den sĂźddeutschen MAN-Unternehmen konzentrierte sich deshalb auf den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Bereiche Nutzfahrzeuge und Druckmaschinen, der Bergbau musste abgegeben werden. Die Eisenproduktion wurde als HĂźttenwerk Oberhausen abgespalten, der Bergbau als Neue Hoffnung. Verstärkt wurde der verbleibende Maschinen- und Anlagenbau durch strategische Unternehmenskäufe und -verkäufe. Zu den wichtigsten gehĂśrten die Ăbernahme des Nutzfahrzeugherstellers BĂźssing (1971), der Verkauf der Anteile an der Deutschen Werft (1966/67) sowie die Ăbernahme des Druckmaschinenherstellers Faber & Schleicher und die Fusion zur MAN Roland Druckmaschinen AG (1979).cite-ref-0-4-7[4]
1982/83 geriet die GutehoffnungshĂźtte in eine schwere Unternehmenskrise. Das Unternehmen litt unter den Spätfolgen der zweiten Ălkrise und einer schlechten Konjunktur, was sich vor allem im dramatischen RĂźckgang der Absatzzahlen bei den Nutzfahrzeugen zeigte. Hauptursache der Probleme war neben äuĂeren Faktoren die veraltete Konzernstruktur mit einem groĂen MaĂ an Quersubventionierungen unter den Geschäftsbereichen. Zu dieser Zeit legte der damalige GHH-Chef Manfred Lennings ein Sanierungskonzept vor, das eine vollständige Verschmelzung der Tochter MAN in den Mutterkonzern vorsah. Dieses Konzept stieĂ jedoch bei den GHH-Hauptanteilseignern Allianz AG und Commerzbank auf massiven Widerstand. In der Presse wurde seinerzeit Ăźber eine âbayerische VerschwĂśrungâ gegen die Oberhausener Konzernspitze spekuliert. 1986 bekam der Konzern unter Klaus GĂśtte eine neue Struktur und wurde ein Vertragskonzern mit wirtschaftlich eigenständigen Bereichen an verschiedenen Standorten.
Im Geschäftsjahr 1985/86 fand eine grundlegende Umstrukturierung des GHH-Konzerns statt. Auf der obersten Ebene verschmolzen die Maschinenfabrik Augsburg-NĂźrnberg Aktiengesellschaft und die GutehoffnungshĂźtte Aktienverein Aktiengesellschaft zur MAN Aktiengesellschaft. Der Firmensitz wurde daraufhin von Oberhausen nach MĂźnchen verlegt. Auf Ebene der Tochtergesellschaften wurde der Unternehmensbereich Nutzfahrzeuge, vormals UBN, ausgegliedert und in eine rechtlich selbstständige Gesellschaft ĂźberfĂźhrt: Zuerst als MAN Nutzfahrzeuge GmbH am 6. Dezember 1985, die damit auch die Nachfolge von BĂźssing Ăźbernahm, und später â durch Eintrag ins Handelsregister am 15. März 1989 â dann als AG firmierte. In ähnlicher Weise durchliefen auch die anderen Unternehmensbereiche von MAN wie Neue Technologie, B&W Diesel und GutehoffnungshĂźtte diesen Weg zu eigenen Unternehmensgesellschaften.
Am 20. Juni 2001 erfolgte die Ăbernahme der Marke NEOPLAN der Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG durch die MAN Nutzfahrzeuge AG in MĂźnchen. NEOPLAN und die Omnibussparte von MAN wurden zunächst unter dem Dach der NEOMAN GmbH in Salzgitter gefĂźhrt. Zum 1. Februar 2008 wurde der Busbereich als Sparte MAN Bus in die MAN Nutzfahrzeuge-Gruppe integriert. 2003 wurde mit dem Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung an der SMS Holding und der Stärkung des Bereichs Turbomaschinen durch die Ăbernahme von Sulzer Turbo der Fokussierungsprozess bei MAN eingeleitet.cite-ref-0-4-8[4]
Streit um Scania
Im September 2006 legte MAN ein Angebot zur Ăbernahme des schwedischen Nutzfahrzeug-Konkurrenten Scania vor.cite-ref-9[9] Die EU-Kommission billigte die Ăbernahme am 19. Dezember.cite-ref-10[10] MAN zog das Angebot jedoch am 23. Januar 2007 freiwillig zurĂźck, nachdem es durch die Scania-GroĂaktionäre VW und Familie Wallenberg abgelehnt worden war.cite-ref-11[11] Am 24. Dezember 2008 gab MAN bekannt, Ăźber weitere Aktienoptionen bei Scania zu verfĂźgen, und damit mehr als 20 % der Stimmrechte des Unternehmens zu halten.cite-ref-12[12]
Zeitgleich erhĂśhte VW seinen Anteil an MAN von anfänglich 15 % im Oktober 2006 auf knapp unter 30 %. Anfang Dezember 2008 Ăźbernahm MAN Volkswagen CaminhĂľes e Ănibus und firmierte es zu MAN Latin America um. Damit wurde MAN mit 30 % Marktanteil MarktfĂźhrer in Brasilien.
Im FrĂźhjahr 2009 veräuĂerte MAN 70 % seiner Tochter Ferrostaal an IPIC aus Abu Dhabi.
Seit Mai 2009 war das Unternehmen eine europäische Aktiengesellschaft (SE).cite-ref-13[13] Im Juli 2009 gab es bekannt, die TÜchter MAN Turbo, MAN Diesel und Renk zum Konzernbereich Power Engineering zu fusionieren.cite-ref-14[14] Des Weiteren ging das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Lkw-Hersteller Sinotruk ein.cite-ref-15[15] Am 1. Mai 2010 grßndeten MAN und Rheinmetall das Joint Venture Rheinmetall MAN Military Vehicles.cite-ref-16[16]
Korruptionsaffäre
Ermittler der MĂźnchner Staatsanwaltschaft deckten 2009 eine Korruptionsaffäre auf, in deren Zuge MAN in den Jahren 2001 bis 2007 in Ăźber zwanzig Ländern Regierungen und Geschäftspartner mit bis zu 80 Millionen Euro bestochen hatte, um GroĂaufträge unter anderem fĂźr Busse und Lkw zu erhalten. MAN-Chef HĂĽkan Samuelsson und andere Vorstandsmitglieder mussten zurĂźcktreten.cite-ref-17[17] Das Unternehmen wendete rund 220 Millionen Euro fĂźr BuĂgelder und Steuernachzahlungen auf.cite-ref-18[18] Zum Nachfolger bestellte das Präsidium des Aufsichtsrats den Ăsterreicher Georg Pachta-Reyhofen, der am 17. Dezember 2009 vom Aufsichtsrat zum Sprecher des Vorstandes und Arbeitsdirektor berufen wurde.cite-ref-19[19] In einem Prozess vor der 6. Strafkammer des Landgerichts MĂźnchen I wurde ein ehemaliger Vorstandschef der MAN Turbo im Juni 2010 zu zwei Jahren Haft auf Bewährung sowie zur Zahlung von 100.000 Euro an wohltätige Einrichtungen verurteilt.cite-ref-20[20] Der pensionierte MAN-Manager hatte gestanden, im Jahr 2004 neun Millionen Euro Bestechungsgelder angewiesen zu haben, um an einen Auftrag aus Kasachstan zu gelangen. Der Vorsitzende Richter Hans-Joachim Eckert zollte dem Angeklagten Respekt fĂźr seine Haltung während des Verfahrens, in dem er ohne Umschweife sein Verhalten zugegeben und nicht versucht habe, die Verantwortung fĂźr seine Taten anderen zuzuschieben.cite-ref-21[21]
Der frĂźhere LKW-Bereichsvorstand Anton Weinmann wurde im September 2012 wegen Beihilfe bei den Schmiergeldzahlungen von MAN vom Landgericht MĂźnchen I zu zehn Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurden, sowie zu einer Geldauflage in HĂśhe von 100.000 Euro verurteilt.cite-ref-22[22] Weinmann hatte lange Zeit versucht, seine Unschuld nachzuweisen.cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Der Vorsitzende Richter der 6. Strafkammer des Landgerichts, Hans-Joachim Eckert, erklärte, dass Weinmann weder persĂśnlich Bestechung noch eine persĂśnliche Bereicherungsabsicht vorgeworfen wĂźrde und er tatsächlich viel fĂźr eine Verbesserung der Compliance in den damals geradezu als âSaustallâ zu bezeichnenden Verhältnissen bei MAN getan habe.cite-ref-25[25] Das am 19. September 2012 verkĂźndete Urteil basierte auf einer auĂergerichtlichen Verständigung aller am Verfahren Beteiligten, in deren Zuge Weinmann teilweise VorwĂźrfe eingeräumt hatte. Ăber eine Erklärung seines Anwalts Holger Matt räumte Weinmann schlieĂlich ein, auf indirektem Wege Beihilfe zu Bestechungszahlungen geleistet zu haben. Der Vorsitzende Richter Eckert bekundete seinen Respekt vor Weinmann. In seiner UrteilsbegrĂźndung sagte er auĂerdem, dass Weinmann lediglich wegen Beihilfe zur Bestechung durch Unterlassung belangt werden kĂśnne: âVorsätzliches Handeln wirft Ihnen weder die Staatsanwaltschaft, noch die Kammer vor.âcite-ref-26[26]
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Samuelsson konnte sich im August 2013 mit der MĂźnchner Staatsanwaltschaft auĂergerichtlich auf einen Deal einigen, im Rahmen dessen die Korruptionsermittlungen gegen ihn eingestellt wurden und er im Gegenzug 500.000 Euro an gemeinnĂźtzige Organisationen spendete. Der Schwede war zu diesem Zeitpunkt bereits Chef von Volvo und begrĂźndete seine Bereitschaft zu diesem Deal mit seiner Verantwortung als Vorstandsvorsitzender, nicht jedoch mit der Anerkennung einer Schuld. Parallel einigte sich Samuelsson mit MAN auf die Zahlung von Schadenersatz in HĂśhe von 1,25 Millionen Euro.cite-ref-27[27]
Seit der Ăbernahme durch die Volkswagen AG
Am 31. Mai 2011 machte die VW AG den Aktionären der MAN SE ein Pflichtangebot gemäà dem Wertpapiererwerbs- und Ăbernahmegesetz,cite-ref-28[28] um MAN zu Ăźbernehmen und mit ihrem Tochterunternehmen Scania zu fusionieren.cite-ref-29[29]
Allen Aktionären wurden bis 29. Juni 2011 von der VW AG je MAN Stammaktie 95,00 Euro und je Vorzugsaktie 59,90 Euro angeboten.cite-ref-30[30]
Am 9. November 2011 erhĂśhte Volkswagen seinen Anteil an MAN auf 55,90 % der Stimmrechte und 53,71 % des Grundkapitals. Ziel der Ăbernahme: Volkswagen wollte gemeinsame Potentiale der FirmentĂśchter MAN, Scania und Volkswagen Nutzfahrzeuge heben und damit alle auf dem Weltmarkt stärken.cite-ref-www-focus-de-vw-schluckt-man-31-0[31]
Zuvor hatten MAN und Scania auf dem Weltmarkt Marktanteile an chinesische und indische Lkw-Hersteller verloren.cite-ref-32[32] Daher sahen die drei Beteiligten Handlungsbedarf, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Sie wollten Kosten senken und Entwicklungsvorhaben optimieren, was zur Konkurrenzfähigkeit der fortan im VW-Konzern entwickelten Nutzfahrzeuge beitragen sollte.cite-ref-www-focus-de-vw-schluckt-man-31-1[31]
Auf der MAN-Aktionärshauptversammlung vom 6. Juni 2013 wurde ein zwischen VW und MAN geschlossener Gewinnabfßhrungs- und Beherrschungsvertrag bestätigt, der das Ende der Eigenständigkeit von MAN als Unternehmen formal besiegelte: MAN wurde damit Volkswagen operativ durchgreifend unterstellt. Damit gerieten nicht nur Gewinne, Verluste und Risiken, sondern auch die Weisungsbefugnis ßber das Unternehmen MAN unter die Kontrolle von Volkswagen. Nach einer Marathonsitzung auf der Aktionärsversammlung endete die Abstimmung ßber den Beherrschungsvertrag mit einer klaren Zustimmung. Fßr die Leitung von Volkswagen ging es darum, eine Konstellation herzustellen, die es ihr ermÜglichte, MAN, Scania und Volkswagen Nutzfahrzeuge enger miteinander zu verzahnen.cite-ref-33[33]
MAN und Scania in der Traton Group
Am 5. Mai 2015 kĂźndigte der Mehrheitseigner Volkswagen an, einen integrierten Nutzfahrzeugkonzern zu schaffen. Dabei fungiert die Traton seit 2018 als neue Holding der VW AG fĂźr die Nutzfahrzeugmarken MAN, Scania, Neoplan und Volkswagen CaminhĂľes e Ănibus sowie die von MAN angefĂźhrte Digitalmarke RIO. Assoziiert sind die leichten Nutzfahrzeuge von Volkswagen (Kastenwagen, Kleintransporter, Pick-ups), welche seit 2017 auch unter der Marke MAN erhältlich sind. Ziel der Holding ist es, die Zusammenarbeit der drei Unternehmen MAN Truck & Bus AG, MAN Latin America und Scania AB zu koordinieren und Synergiepotenziale zu nutzen. Andreas Renschler, GeschäftsfĂźhrer der Holding, gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Eigenständigkeit der Marken MAN und Scania erhalten bleibe.cite-ref-36[36]
Geschäftsfelder und Beteiligungen
Der MAN-Konzern bestand zuletzt aus den Teilkonzernen MAN Truck & Bus und MAN Latin America sowie der Beteiligung an dem Hersteller Sinotruk (China). Das Power-Engineering-Geschäft, bestehend aus MAN Energy Solutions (vormals MAN Diesel & Turbo)cite-ref-37[37] und dem Getriebe-Hersteller Renk AG, wurde zum 31. Dezember 2018 an eine Konzerngesellschaft der Volkswagen AG veräuĂertcite-ref-38[38] und war damit seit Januar 2019 nicht mehr Teil der MAN-Gruppe.
Aktie
Die Aktien der MAN SE wurden an der Frankfurter WertpapierbÜrse gehandelt. Im Sommer 2009 befanden sich 42 % der Aktien in ausländischem Streubesitz, 29 % gehÜrten Volkswagen, 19 % nicht verÜffentlichungspflichtigen Aktionären und die restlichen 10 % wurden von inländischen institutionellen Anlegern gehalten. Am 13. April 2012 gab die VW AG bekannt, 73 % der Stammaktien zu besitzen.cite-ref-39[39] Am 5. Juni 2012 teilte die VW AG mit, durch eine weitere Aufstockung nun 75,03 % der Stammaktien zu besitzen und dass damit die Sperrminorität weiterer Aktionäre aufgehoben sei.cite-ref-40[40]
Die MAN-Aktie notierte weiterhin an der Frankfurter WertpapierbÜrse. Die Bilanz des Unternehmens wurde in den folgenden Jahren von der VW AG in deren Jahresabschluss konsolidiert. Da eine reguläre Ausschßttung von Dividenden in dem Vertragswerk nicht vorgesehen ist, hatten alle ausstehenden Aktionäre die MÜglichkeit, sich eine jährliche Ausgleichszahlung von 3,07 Euro oder eine einmalige Barabfindung von 80,89 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie zahlen zu lassen.cite-ref-41[41]
Der Vorstand der Volkswagen Truck & Bus AG kĂźndigte im August 2018 den mit MAN geschlossenen Beherrschungs- und GewinnabfĂźhrungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2019.cite-ref-42[42] Daraufhin setzte im September 2018 das Oberlandesgericht MĂźnchen die zu leistende Barabfindung auf 90,29 Euro und den jährlichen Ausgleich auf 5,47 Euro (brutto) je MAN-Stamm- oder Vorzugsaktie fest. Infolge dieser Entscheidung konnten die MAN-Aktionäre bis einschlieĂlich 8. Oktober 2018 ihre Aktien gegen die Barabfindung tauschen. Die Aktionäre konnten die Aktien jedoch auch weiterhin im Depot halten oder Ăźber die BĂśrse verkaufen.cite-ref-43[43] Am 31. August 2021 erfolgten der Squeeze out und die Verschmelzung der MAN SE auf die Traton.cite-ref-44[44]
Wesentliche Zu- und Verkäufe
| Zukäufe | Verkäufe |
|---|---|
| 1969: Deggendorfer Werft und Eisenbau Gesellschaft von GutehoffnungshĂźtte (GHH) | |
| 1971: BĂźssing Automobilwerke AG , Braunschweig; Gräf & Stift , Ăsterreich | |
| | 1973: Deutsche Werft |
| 1979: Roland Offsetmaschinenfabrik Faber & Schleicher | 1990: Kabelmetall / Schienenfahrzeugsparte an AEG |
| 1980: Burmeister & Wain Diesel A/S, Dänemark | 2003: 50 % an der SMS-Gruppe an den Mitaktionär (Familie Weiss) |
| 1990: Steyr Nutzfahrzeuge AG, Ăsterreich | 2005: Mehrere Tochtergesellschaften und Beteiligungen, darunter MAN Technologie , MAN Logistics, MAN Wolffkran , Schwäbische HĂźttenwerke , MAN Heiztechnik |
| 2000/01: Star Trucks , Polen; ERF , GroĂbritannien; Gottlob Auwärter GmbH&Co. KG ( Neoplan ); Sulzer Turbo, Schweiz | 2006: MAN Roland Druckmaschinen |
| 2007: SEMT Pielstick durch MAN Diesel | |
| | 2008: MAN Ferrostaal |
| 2009: Volkswagen CaminhĂľes e Ănibus , Brasilien | |
| 2010: EUROLeasing | |
| | 2018: MAN Energy Solutions (vormals MAN Diesel & Turbo) und Renk AG |
| | 2021: Lkw-Werk MAN Steyr (gekauft 1990) an Siegfried Wolf und seine WSA (Wolf Siegfried Austria [ 45 ] ) Beteiligungs GmbH |
Ehemalige Unternehmensbereiche
MAN Schienenverkehrstechnik
Die EisengieĂerei Klett & Comp. war eines der beiden Vorgängerunternehmen von MAN und produzierte ab 1851 am Standort NĂźrnberg unter anderem Schienenfahrzeuge. 1898 schloss sich dieses Unternehmen mit der Maschinenfabrik Augsburg zur Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbauges. NĂźrnberg AG zusammen. Von 1908 bis 1986 war es ein Geschäftsbereich der MAN.
Die Schienenfahrzeug-Abteilung von MAN baute vor allem Triebwagen, sowohl fĂźr die Eisenbahn (beispielsweise MAN-Schienenbus), wie auch fĂźr den Ăśffentlichen Personennahverkehr (StraĂenbahn-, Stadtbahn-, U-Bahn und S-Bahn-Fahrzeuge).
1986 wurde die Sparte Schienenverkehrstechnik der Maschinenfabrik Augsburg NĂźrnberg AG in die MAN GutehoffnungshĂźtte Schienenverkehrstechnik AG ausgelagert, die 1990 an die AEG verkauft wurde. Ab dem 1. Juli 1993 hieĂ dieses Unternehmen AEG Schienenfahrzeuge Nahverkehr & Wagen GmbH, NĂźrnberg. Dieses Unternehmen wurde am 1. Januar 1996 in die ABB Daimler Benz Transportation (Adtranz) eingegliedert, die wiederum in Bombardier Transportation aufging, die im Rahmen der Zerschlagung des Bombardier-Konzerns von Alstom Ăźbernommen wurde.
Fahrzeugproduktion Eisenbahnen
⢠1899â1906 elektrische Triebwagen fĂźr die Lokalbahn Aktien-Gesellschaft MĂźnchen
⢠1907â1911 Lokalbahn-Triebwagen des Typs Bayerischer MBCL fĂźr die KĂśnigsseebahn und die Lokalbahnen der Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft
⢠1927â1937 verschiedene Triebwagen fĂźr die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft, unter anderem ET 25 und Schnelltriebwagen Bauart âBerlinâ
⢠1937â1943 Bau von Kesselwagen
⢠1954 VT 95 und VT 98 der Deutschen Bundesbahn
⢠1969â1997 Baureihe 420 der Deutschen Bundesbahn
Fahrzeugproduktion Personennahverkehr
⢠1881/1882 Geschlossene Wagen der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Einspänner; Wagen 2â26, 37â41 und 50â55; ein Exemplar als Wagen 11 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1881/1882 Geschlossene Wagen der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Zweispänner; Wagen 42â46)
⢠1881/1882 Offene Wagen der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Wagen 27â36)
⢠1887/1890 Offene Wagen der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Wagen 60â77 und 78â95; ein Exemplar als Wagen 75 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1890/1891 Geschlossene Wagen der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Einspänner; Wagen 27II und 28IIâ32II)
⢠1899/1900 (E-Teil Schuckert / Union Elektricitäts-Gesellschaft) Baureihe 100 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 100â140; Museumswägen 124 und 140 im Zweiten Weltkrieg beschädigt und anschlieĂend verschrottet)
⢠1904â1906 (E-Teil SSW) Baureihe 200 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 202â207; ein Exemplar als Tw 204 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1908/1928 StraĂenbahn Plauen (ein Exemplar als Tw 2 von 1911 im StraĂenbahnmuseum Halle erhalten)
⢠1909 (E-Teil SSW) Baureihe 100 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 141â150; ein Exemplar als âZeppelinâ-Triebwagen 144 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1909 (E-Teil Siemens) fĂźr StraĂenbahn Dresden AG (Triebwagen der Baujahre 1913, 1920 und 1925 sind im StraĂenbahnmuseum Dresden erhalten)
⢠ab 1909 Fahrzeuge der Salzburger StraĂenbahn
⢠1912â1914 (E-Teil SSW) Baureihe 600 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 653â674; ein Exemplar als Tw 641 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1913 (E-Teil SSW) Baureihe 700 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 701â702; ein Exemplar als Tw 701 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1925â1929 (E-Teil SSW) Baureihe 700/800 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 751â780 und 801â870; vier Exemplare erhalten: Tw 801 im Verkehrszentrum in MĂźnchen, 810 auf dem Lehmanngelände in NĂźrnberg, 819 beim Hotel 'De Rijper Eilanden' in De Rijp und 867 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg)
⢠1928 (E-Teil Siemens) fßnf Trieb- und sechs Beiwagen fßr Kirnitzschtalbahn
⢠1935 (E-Teil SSW) Baureihe 800 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 871â882; vier Exemplare als Tw 876 sowie 877 und Arbeitswagen A21 sowie A22 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1939 (E-Teil SSW) Baureihe 900 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 916â930)
⢠1951â1954 (E-Teil SSW) Baureihe 100 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 101â126; zwei Exemplare als Tw 111 und Arbeitswagen A42 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten)
⢠1955â1966 MAN T4/B4 der NĂźrnberg-FĂźrther StraĂenbahn (Tw 201â269 und 212II (T4) sowie Bw 1501â1610 (B4); drei bzw. vier Exemplare als Tw 201, 208 sowie 250 und Bw 1501, 1521, 1556 sowie 1581 im Historischen StraĂenbahndepot St. Peter in NĂźrnberg erhalten; zudem Tw 127 (ex 206) und Bw 527 (ex 1557) im historischen Bestand der StraĂenbahn Krakau und je drei Trieb- und Beiwagen im Betrieb der StraĂenbahn Antalya sowie ein Arbeitswagen der StraĂenbahn BrÄila)
⢠1961 Beiwagen GB4a fĂźr die StraĂenbahn Bremen
⢠1967â1983 (E-Teil Siemens) U-Bahn MĂźnchen Typ A
⢠1970â1984 (E-Teil Siemens) U-Bahn NĂźrnberg Typ DT1 (401/402 und 403/404 fĂźr Jubiläums- und Museumsfahrten erhalten)
⢠1972â1974 Triebwagen der Wuppertaler Schwebebahn
MAN Ackerdiesel
Von 1921 bis 1962 (mit Unterbrechungen) stellte MAN auch Landmaschinen her. Die Traktoren trugen den Namen MAN Ackerdiesel. 1962 wurde die Produktion mit Porsche zusammengelegt, die die Produktion 1963 einstellten und an Renault verkauften. Renault verkaufte seine Traktorensparte zwischen 2003 und 2008 sukzessiv an Claas.cite-ref-47[47]
1953 Ăźbernahm MAN die Firma WAHODAG und stieg damit in die Produktion von Schiffsturbinen und Ălzerstäubern ein. Ab 1969 wurden als MAN Heiztechnik auch Ălzerstäubungsbrenner fĂźr Einzelhausheizungen hergestellt. 2005 gelangte die Firma durch einen Management-Buy-out an neue Besitzer und firmiert seitdem unter MHG Heiztechnik GmbH.
MAN Technologie
MAN beteiligte sich mit der Tochtergesellschaft MAN Technologie von Anfang an an der Entwicklung der ARIANE-Trägerraketenserie. Von MAN stammten Technologiekomponenten wie Booster, Treibstoff- und Hochdrucktanks sowie die Turbopumpen. Die MAN Technologie gehÜrt inzwischen zum Luft- und Raumfahrtunternehmen MT Aerospace.cite-ref-48[48]
MAN Logistics
Das Unternehmen geht auf die 1922 in Heilbronn gegrĂźndete Erwin Mehne KG zurĂźck, die sich vom Hersteller statischer Stahl- und SchweiĂkonstruktionen fĂźr BrĂźcken und Hallen zu einem der fĂźhrenden Anbieter fĂśrder- und materialflusstechnischer Komponenten, Systeme und KomplettlĂśsungen entwickelte. Bereits 1968 realisierte die damalige Mehne GmbH ihr erstes automatisiertes Hochregallager fĂźr den PapiergroĂhändler PAGEDA aus Darmstadt.
Im Jahr 1989 ßbernahm MAN die Mehne GmbH und fßhrte diese mit der 1974 gegrßndeten Tochtergesellschaft MAN Lager- und Systemtechnik mit Sitz in Mßnchen zusammen. Der Hauptsitz der neuen MAN Logistics GmbH und die Produktionshallen verblieben in Heilbronn. Mit Wirkung zum 1. April 2005 ßbernahm eine Investorengruppe um den seit 1997 amtierenden Geschäftsfßhrer Stefan Seidl die MAN Logistics GmbH und ßberfßhrte sie in die MLOG Logistics GmbH. Im Jahr 2009 zog das Unternehmen mit Hauptsitz und Produktion nach Neuenstadt am Kocher um.cite-ref-49[49]
Im April 2010 gab das Unternehmen bekannt, dass die MLOG Logistics GmbH durch die Kardex-Gruppe ßbernommen werde. Weiter schrieb das Unternehmen: Die Kardex-Gruppe ßbernimmt zum Preis von rund 30 Millionen Euro die MLOG Logistics GmbH. Das Unternehmen wird am bisherigen Standort Neuenstadt am Kocher unter der Leitung des MLOG-Managements weitergefßhrt und ergänzt als dritter Geschäftsbereich Kardex MLOG (Automatische Lager- und Materialflusssysteme) die zwei bisherigen Geschäftsbereiche Kardex Remstar und Kardex Stow. 2022 wurde das 100-jährige Jubiläum des Unternehmens gefeiert.cite-ref-50[50]
MAN Aufzugbau
Der Aufzugbau der MAN umfasste neben Standardaufzßgen, Fahrtreppen und Bettenaufzßgen in Krankenhäusern unter anderem auch Schnellaufzßge wie beispielsweise die des Henninger-Turms, des AfE-Turms in Frankfurt und im Bonner Stadthaus. Produziert wurde im MAN-Werk Gustavsburg bei Mainz. Um 1980 ging der Aufzugbau an Thyssen. Dessen Aufzugbau firmierte bis 1984 unter Thyssen-M.A.N.
Logo
Das Logo der MAN-Fahrzeuge trägt seit dem Zukauf der Bßssing Automobilwerke deren Wappentier, einen stilisierten Braunschweiger LÜwen, das Logo des Konzerns war der stilisierte Bogen der Mßngstener Brßcke.
Literatur
⢠Johannes Bähr, Ralf Banken, Thomas Flemming: Die MAN. Eine deutsche Industriegeschichte. C. H. Beck, Mßnchen 2008, ISBN 978-3-406-57762-8.
⢠Anne Dreesbach, Michael Kamp, Maximilian Schreiber: Seit 90 Jahren auf der Achse. MAN Nutzfahrzeuge und ihre Geschichte 1915 bis 2005. August-Dreesbach-Verlag, Mßnchen 2005, ISBN 978-3-926163-36-3.
⢠Addi Janssen: Ideale sind wie Sterne. Rheinware-Verlag, MĂśnchengladbach, ISBN 3-938975504-3. (Der Autor war ab 1957 bei der MAN in Hamburg beschäftigt und 20 Jahre Betriebsratsvorsitzender, auf den S. 111â124 berichtet er Ăźber den Arbeitskampf.)
⢠Henning Stibbe, Matthias Georgi: MAN. Ein Jahrhundert. August-Dreesbach-Verlag, Mßnchen 2015, ISBN 978-3-944334-56-1.
⢠Lutz Uebel, Wolfgang-D. Richter (Hrsg.): MAN â 150 Jahre Schienenfahrzeuge aus NĂźrnberg. EK-Verlag, Freiburg 1994, ISBN 3-88255-562-9.
Weblinks
Commons
: MAN
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠MAN Webpräsenz
⢠MAN-Chronik
⢠Frßhe Dokumente und Zeitungsartikel ßber MAN in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
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cite-note-fb-22. MAN SE: Berichte | MAN SE. Abgerufen am 27. Juli 2020.
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cite-note-0-44. â Die Geschichte von MAN | MAN Truck & Bus. Abgerufen am 10. Juli 2024.
cite-note-55. â Maschinenfabrik Augsburg-NĂźrnberg AG (MAN) â Historisches Lexikon Bayerns. Abgerufen am 10. Juli 2024.
cite-note-66. â Henning Stibbe, Matthias Georgi: Ein Jahrhundert Lkw und Busse von MAN. August-Dreesbach-Verlag, MĂźnchen 2015, ISBN 978-3-944334-56-1.
cite-note-77. â Johannes Bähr: MAN-Historie: Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge - manager magazin - Unternehmen. In: manager-magazin.de. 10. Juli 2008, abgerufen am 3. Oktober 2020.
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cite-note-99. â MAN legt offizielles Angebot fĂźr Scania vor. Abgerufen am 10. Juli 2024.
cite-note-1010. â MAN: EU genehmigt Scania-Ăbernahme. Abgerufen am 10. Juli 2024.
cite-note-1111. â MAN zieht Scania-Offerte zurĂźck. Abgerufen am 10. Juli 2024.
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cite-note-5050. â https://www.kardex.com/de/unternehmen/news/ein-pionier-wird-100
48.17200288583311.595385131389coordinatesKoordinaten: 48° 10Ⲡ19,2ⳠN, 11° 35Ⲡ43,4ⳠO